Konzept

Wer wir sind:

  • Das Kinderhaus an der Spervogelstrasse e.V. ist eine Eltern-Kind-Initiative, die seit 1976 besteht.
  • Wir sind ein gemeinnütziger, eingetragener Verein und waren die erste private Kinderkrippe in Bayern mit staatlicher Anerkennung.
  • Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen, Praktikant*innen und zeitweise auch Eltern betreuen gemeinsam ca. 40 Kinder im Alter zwischen 1 und 6 Jahren.

Was wir wollen:

Für die Kinder:

Kontinuität
Das Kinderhaus bietet Kindern die einmalige Möglichkeit, die aufregende und ereignisreiche Zeit ab dem ersten Geburtstag bis zum Schuleintritt in derselben Einrichtung zu verbringen.

Kleine Gruppen
Baby-Gruppe (unsere ein- und zweijährigen Kinder): Acht Einjährige und zehn Zweijährige werden hier von vier Bezugis betreut.
Bei den Dreijährigen: mindestens 12 Kinder und zwei feste Bezugspersonen.
Die Vier- bis Sechsjährigen bilden die Gruppe des Kindergartens mit maximal 25 Kindern und vier festen Betreuer*innen. Dies ermöglicht den Bezugspersonen intensive Beziehungen zu jedem einzelnen Kind.

Geschwisterähnliche Beziehungen
Wir praktizieren ein sogenanntes gruppenübergreifendes Konzept. Die Kinder sind ihrem Alter entsprechend in vier Gruppen eingeteilt, vermischen sich jedoch in der Praxis. Sie finden sich in ihren Spielen und verschiedenen Aktionen nach eigener Wahl zusammen. So entsteht eine geschwisterähnliche Situation, die vor allem für Einzelkinder wichtig ist. Die Kinder lernen voneinander und miteinander erfahrungsgemäß besser und unmittelbarer als durch die Vermittlung von Erwachsenen.

Der eigene Rhythmus
Der tägliche Ablauf wird vor allem durch die Bedürfnisse der Kinder bestimmt, d.h. die Krippenkinder werden nicht nach strikten Zeitplänen gewickelt, gefüttert und schlafen gelegt, sondern möglichst entsprechend ihrem eigenen Rhythmus. Die größeren Kinder bestimmen Art, Dauer und Materialien ihrer Spiele weitgehend selbst.

Der Phantasie Raum lassen
Neben herkömmlichem pädagogischen Spielzeug stehen unseren Kindern viele Naturmaterialien zur Verfügung (Erde, Gras, Wasser, Bäume, Steine, Stöcke etc.). Diese Möglichkeiten ergeben sich aus der Lage und Umgebung des Kinderhauses.

Lernen im Alltag
Statt im Rahmen vorgegebener Beschäftigungsprogramme gestalten die Kinder ihren Alltag überwiegend selbstständig, wobei sie sich auch an gemeinschaftlichen Aufgaben (Essenszubereitung, Reparaturen, Gartenbepflanzung etc.) beteiligen können. Dabei entstehende Konflikte werden in der Auseinandersetzung von und im Umgang mit Kindern und Bezugspersonen ausgetragen und gelöst.

Für die Erwachsenen:

Mitbestimmung
Über alle das Kinderhaus betreffenden Angelegenheiten bestimmen die Eltern in Zusammenarbeit mit dem Team, z.B. darüber, welches Kind aufgenommen wird und wer als Bezugsperson eingestellt wird, welche Anschaffungen getätigt werden, etc. Derlei Themen werden auf dem monatlichen (großen) Gesamtelternabend besprochen und stehen ebenso wie die pädagogischen Inhalte beim jährlichen Eltern-Team-Wochenende zur Diskussion.

Austausch
Für regelmäßigen Austausch über das pädagogische Geschehen im Kinderhaus sorgen die 3-wöchentlichen Gruppenelternabende. Sie geben einerseits den Betreuer*innen wichtige Informationen zum besseren Verständnis der Kinder und andererseits den Eltern die Sicherheit zu wissen, was tagsüber mit ihren Kindern geschieht. Darüber hinaus sind die Eltern jederzeit willkommen, ihre freie Zeit mit den Kindern im Kinderhaus zu verbringen. Dieses Konzept ermöglicht ein fruchtbares Ineinandergreifen der Erziehungsstile von Eltern und Kinderhauspädagog*innen.

Mitarbeit
Alle anfallenden Aufgaben (Verwaltung, Renovierung, Einkaufen, Putzen, Außenvertretung) erledigen die Eltern und Bezugspersonen. Das bringt nicht nur zusätzliche Arbeit mit sich, sondern eröffnet auch Begegnungsmöglichkeiten für die Erwachsenen.

Gegenseitige Hilfe
Ein weiteres Ziel der Elternarbeit ist es, dass sich die Eltern nicht nur, aber auch in schwierigen Situationen (Alleinerziehende, Partnerprobleme) solidarisieren und gegenseitig unterstützen.

Kinderhaus-Konzept

Sexualpädagogisches Konzept – als pdf

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